Welche Bogenarten gibt es?

Grundsätzlich kann zwischen drei verschiedenen Bogenarten unterschieden werden: Langbogen, Recurvebogen und Compound.

Der Langbogen

Der Langbogen ist die ursprünglichste bekannte Bogenform. Er besitzt lange, gleichmäßig geformte Wurfarme ohne starke Krümmung an den Enden. Die Sehne liegt im ungespannten Zustand fast frei und berührt den Wurfarm kaum. Dadurch entsteht ein gleichmäßiger Auszug mit ruhigem Schussverhalten. Langbögen werden traditionell aus Holz gefertigt und häufig mit Glasfaser verstärkt. Sie verlangen eine saubere Technik und eine stabile Haltung. Technische Fehler werden nur wenig verziehen, was den Langbogen anspruchsvoll macht. Besonders im traditionellen Bogensport ist diese Bogenart fest etabliert.

Der Recurvebogen

Der Recurvebogen zählt zu den am weitesten verbreiteten Bogenarten. Seine nach vorne gebogenen Wurfarmenden speichern mehr Energie als ein gerader Bogen. Dadurch erreicht der Pfeil eine höhere Geschwindigkeit bei gleichem Zuggewicht. Recurvebögen gibt es als einteilige Modelle oder als zerlegbare Take Down Varianten. Diese Bauweise ermöglicht eine flexible Anpassung an das Leistungsniveau des Schützen. Der Recurvebogen wird im Freizeitbereich und im Wettkampfsport eingesetzt. Er bildet die technische Grundlage des olympischen Bogenschießens und gilt als vielseitig und effizient.

Der Hybridbogen

Der Hybridbogen vereint Eigenschaften von Langbogen und Recurvebogen. Seine Wurfarme sind leicht reflex deflex geformt und verbinden Leistung mit Ruhe im Schuss. Die Sehne liegt teilweise am Wurfarm an, was das Schussverhalten direkter macht. Hybridbögen sind kompakter als Langbögen und gleichzeitig leistungsstärker. Sie werden häufig aus Holz und modernen Verbundmaterialien gebaut. Für Schützen, die traditionell schießen möchten und dennoch Wert auf Effizienz legen, ist der Hybridbogen eine ausgewogene Wahl. Er verbindet klassische Optik mit moderner Bogenphysik.

Der Reiterbogen

Der Reiterbogen ist ein kurzer und stark gekrümmter Bogen mit historischem Ursprung in Asien und dem Orient. Er wurde für das Schießen vom Pferd aus entwickelt und ist deshalb besonders kompakt. In der Regel handelt es sich um einen Kompositbogen aus Holz, Horn und Sehne. Der Pfeil wird ohne Pfeilauflage direkt von der Hand geschossen. Diese Bauform erfordert Erfahrung und ein gutes Gefühl für Technik. Der Reiterbogen reagiert schnell und direkt. Er richtet sich vor allem an erfahrene traditionelle Schützen, die eine historische Schießweise pflegen.

Der Compoundbogen

Der Compoundbogen unterscheidet sich technisch deutlich von allen traditionellen Bogenarten. Durch Rollen oder Exzenter an den Wurfarmenden wird das Haltegewicht im Vollauszug stark reduziert. Der Schütze hält nur einen Bruchteil des eigentlichen Zuggewichts. Dadurch sind lange Zielphasen und eine sehr hohe Präzision möglich. Compoundbögen bestehen aus Aluminium oder Carbon und werden mit Visier, Release und Stabilisatoren geschossen. Sie erreichen hohe Pfeilgeschwindigkeiten und lassen sich exakt einstellen. Der Fokus liegt auf Technik, Kontrolle und Wiederholgenauigkeit.

Welche Bogenart passt zum Schützen

Die Wahl der richtigen Bogenart hängt vom persönlichen Ziel ab. Traditionell orientierte Schützen greifen häufig zum Langbogen oder Reiterbogen. Wer Vielseitigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten sucht, ist mit einem Recurvebogen oder Hybridbogen gut beraten. Für sportlich ambitioniertes Scheibenschießen ist der Compoundbogen die erste Wahl. Der passende Bogen unterstützt Technik und Motivation und sollte immer zum Schützen passen, nicht umgekehrt.

 

Bogen (Waffe) – Wikipedia

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Was bedeuten die Zahlen und Zeichen auf meinem Bogen

Speziell als Neuling in der Bogensportwelt kann es sehr verwirrend sein mit den vielen neuen Begriffen, Zeichen und Zahlen. In dem Artikel „Einheiten und Maße im Bogensport“ klären wir im Allgemeinen die gängigen Definitionen von Gewicht und Länge im Bogensport. Hier gehen wir genauer auf die Bezeichnungen, welche sich auf Bögen befinden, ein.

Die Zahlen und Zeichen auf einem Bogen liefern entscheidende technische Informationen. Sie sind kein dekoratives Element und auch kein interner Herstellercode. Wer diese Angaben richtig liest, versteht seinen Bogen besser und trifft fundierte Entscheidungen beim Kauf, beim Setup und im Training. Viele Probleme im Bogensport entstehen durch falsch verstandene Markierungen.

Wo sich die Angaben am Bogen befinden

Die Beschriftungen befinden sich meist auf dem unteren Wurfarm. Teilweise stehen sie seitlich am Wurfarm oder auf dem Mittelteil. Die Position kann je nach Hersteller variieren. Der Inhalt folgt jedoch festen Standards. Angegeben werden in erster Linie Zuggewicht, Auszugslänge und häufig auch die Bogenlänge. Diese Werte beschreiben die grundlegende Leistungscharakteristik des Bogens.

Das Zuggewicht und die Raute

Das wichtigste Zeichen ist die Raute #. Sie steht für das Zuggewicht in Pfund. Eine Angabe wie 40# bedeutet, dass der Bogen bei einem definierten Auszug ein Zuggewicht von 40 Pfund besitzt. Manche Hersteller verwenden statt der Raute die Abkürzung lb. Beide Bezeichnungen meinen dasselbe. Das Zuggewicht beschreibt die Kraft, die beim Ausziehen des Bogens aufgebracht werden muss. Ein zu hohes Zuggewicht führt schnell zu Überlastung und Technikfehlern, besonders bei Einsteigern.

Die Bedeutung der Zollangabe

Neben dem Zuggewicht findet sich häufig eine Längenangabe in Zoll. Die hochgestellten Anführungszeichen stehen für Zoll. Im Bogensport ist Zoll das internationale Standardmaß. Eine Angabe wie 28″ beschreibt eine Auszugslänge von 28 Zoll. Das entspricht etwa 71 Zentimetern. Diese Länge dient als Referenzwert, bei dem das Zuggewicht gemessen wird, und ermöglicht den Vergleich verschiedener Bögen.

Das @ Zeichen und die Verbindung der Werte

Besonders aussagekräftig ist die Kombination aus Zuggewicht, At Zeichen und Zollangabe. Eine typische Kennzeichnung lautet 35#@28″. Das bedeutet, der Bogen hat ein Zuggewicht von 35 Pfund bei einem Auszug von 28 Zoll. Diese Information ist entscheidend, da sich das reale Zuggewicht mit der persönlichen Auszugslänge verändert. Ein längerer Auszug erhöht das tatsächliche Zuggewicht, ein kürzerer Auszug reduziert es entsprechend.

Angaben zur Bogenlänge bei zerlegbaren Bögen

Bei zerlegbaren Bögen erscheinen oft zusätzliche Zahlen vor der Zuggewichtsangabe. Eine Angabe wie 68″ beschreibt die Gesamtlänge des Bogens. Diese Information ist wichtig, da die Bogenlänge zum Auszug des Schützen passen sollte. Zu kurze Bögen werden im Vollauszug unruhig. Zu lange Bögen verlieren an Effizienz. Die passende Bogenlänge unterstützt sauberes Schießen und schont Material und Technik.

Seriennummern und weitere Markierungen

Neben den Leistungsdaten tragen viele Bögen Seriennummern oder Produktionscodes. Diese dienen der Identifikation und der Qualitätskontrolle. Bei modernen Systemen können zusätzliche Angaben vorhanden sein, etwa zur Länge des Mittelteils oder zur Wurfarmklasse. Diese Informationen sind vor allem für erfahrene Schützen relevant, die ihren Bogen gezielt abstimmen möchten.

Warum das Verständnis der Beschriftung so wichtig ist

Wer die Zahlen und Zeichen auf seinem Bogen versteht, schießt sicherer, konstanter und materialschonender. Fehlinterpretationen führen häufig zu falschem Zuggewicht, ungeeigneten Pfeilen oder einer unpassenden Bogenlänge. Die Beschriftung auf dem Bogen ist eine technische Anleitung, die jeder Schütze kennen sollte. Sie hilft dabei, den eigenen Leistungsstand realistisch einzuschätzen und den Bogen optimal zu nutzen.

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Produktgruppe Recurvebogen

Produktgruppe Langbogen

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Übersicht der Fachbegriffe

Übersicht der Fachbegriffe 

  

3D Bogensport    
3D Scheibe    
3D-Parcours    
    
A    
Abgreifen  Grifftechnik, bei der die Fingerposition auf der Sehne höhenvariabel ist 
Abzug / Ablass  Loslassen der Sehne beim Schuss 
Ablassbewegung  Die Zughand bewegt sich nach dem Ablass (Lösen) nach hinten zur Schulter (siehe auch Sleight.  
Amerikanischer Flachbogen / Langbogen  Mit flach-rechteckigen Wurfarmquerschnitt und betonter Griffpartie 
Anker(punkt)  Bestimmter Punkt im Gesicht, zu dem der Schütze beim Auszug seine Zughand führt 
Archer´s Paradox  Die Tatsache, dass der Pfeil im Abschuss seitlich abgelenkt wird, aber dennoch geradeaus zum Ziel fliegt. 
Armschutz  Schutz des Unterarms vor Berührungen mit der Sehne 
Auflegen  Der Pfeil wird auf den Bogen aufgelegt und die Sehne, über die Nocke geklemmt (Nocking).  
Aufspannen  Der Bogen wird gebogen (Bracing) und mit der Sehne in einer vorgespannten Lage fixiert. Das Aufspannen mittels einer Spannschnur hat sich bewährt.  
Auszug  Abstand bei voll gespanntem Bogen zwischen Pfeilspitze und Ankerpunkt 
Auszugslänge  Maß der Bogenaußenseite bis zur Bogensehne beim Auszug. Bogen, Feillänge und Biegesteifheit des Pfeils müssen auf die Auszugslänge des Bogenschützen abgestimmt sein.  
     
B    
Backing  Verstärkung auf der dem Schützen abgewandten Seite des Bogens 
Back-Set-Bogen  Bogendesign, bei dem die Wurfarme von der gedachten Verlängerung des Griffstückes versetzt sind 
Banana  Federform 
Barrelled  Ein Pfeilschaft, der vorne und hinten dünner ist als in der Mitte 
Befiederung  Natur- oder Kunststofffedern am Endes des Pfeils 
Billet  Unbearbeitetes Stück Holz, aus dem man einen Bogen bauen kann. 
Birkenpech  Früher wurde Klebstoff aus Birkenrinde hergestellt, das Birkenpech. Mittelalterliche Pfeile werden noch heute mit Birkenpech verklebt.  
Blankbogen  Bogen ohne Zieleinrichtung und Zubehör.  
Blunt  Stumpe Pfeilspitze, die ein Eindringen des Pfeils in das Ziel verhindert 
Bobtailed  Ein Pfeilschaft, der sich zur Nocke hin verjüngt. 
Bodkin  Eine lange Pfeilspitze, die im Mittelalter zum Durchschlagen von Rüstungen verwendet wurde 
Bogen  Eine meist aus Holz hergestellte Waffe. Über die Bogensehne wird die gespeicherte Energie auf den Pfeil weitergegeben. Er wird im englischen als Bow bezeichnet.  
Bogentiller  Erste grobe Beurteilung des Biegeverhaltens beim Bogenbau, indem eine Nocke auf den Boden gesetzt und am Griff gedrückt wird 
Bogenarm  Arm, mit dem der Bogen gehalten wird 
Bogenaußenseite  Seite des Bogens, die beim Aufspannen gestreckt wird. Sie wird auch Bogenrücken genannt.  
Bogenbauch  Innenseite des Bogens im aufgespannten Zustand, die die Druckkräfte aufnimmt 
Bogenbauer  Handwerker, der Bögen aus den unterschiedlichsten Materialien herstellt. Im englischen wir er “Bowyer” genannt.  
Bogenbauerknoten  Sich zuziehende Sehnenschlinge an der unteren Bogennocke 
Bogenfenster  Großer Ausschnitt im Griffbereich, der die Pfeilauflage aufnimmt, das Visieren erleichtert und das Archer´s Paradox reduziert 
Bogenhand  Hand, die beim Schießen den Bogen hält 
Bogenholz  Holzarten, aus denen Bögen hergestellt werden.  
Bogenhülle  Hülle aus Stoff, Leder, etc. zum Aufbewahren des Bogens 
Bogeninnenseite  Die im aufgespannten Zustand gestauchte Seite. Die Innenseite zeigt zum Bogenschützen hin. Im englischen wird es als “Belly” bezeichnet.  
Bogenköcher  Vorrichtung am Bogen zum Aufbewahren von Pfeilen 
Bogenlänge  Gesamtlänge des Bogens, in Zoll angegeben 
Bogennocke  Verstärktes Ende eines Bogens 
Bogenrohling  Aus einem Spaltling grob gesägte “Bogenvorstufe”. Hickoryrohlinge eignen sich besonders gur für Bogenbaukurse.  
Bogenrücken  Außenseite des Bogens in aufgespanntem Zustand, der die Zugkräfte aufnimmt 
Bogenschuss  Entfernung, die der Pfeil nach dem Lösen zurüklegt. Im englischen wird dieser Vorgang “Bowshot” genannt.  
Bogenschütze  Eine Person, die den Bogen zum Schießen gebraucht. Sie wird im englischen “Archer” genannt.  
Bogensehne  Eine (neuzeitliche) aus Kunstfaser, meist Dacron, hergestellte und mit mehreren Strängen verflochtene Schnur. Die Bogensehene überträgt die Energie, welche beim Auszug entsteht, auf den Pfeil. Sie wird im englischen “Bowstring” genannt und muss im Abstand von 4 bis 8 Wochen mit Sehnenwachs eingerieben werden, um Beschädigungen zu vermeiden.  
Bogner  Bogenschütze 
Bowhunter  Bogenjäger 
Bowyer  Bogenbauer 
Broadhead  Eine Pfeilspitze mit scharfen Schneiden, Jagdklinge 
     
C    
Checker  Werkzeug zur Prüfung und richtigen Einstellung der Standhöhe sowie des Nockpunktes. Die korrekte Standhöhe und Überhöhung des Nockpunktes müssen auf den Schützen eingestellt werden. Die Hersteller geben Richtwerte bekannt, welche als Grundlage für die individuelle Einstellung dienen.  
Chisel Point Broadheads  Engl. Für Meißelspitze 
Clout shooting  Indirektes parabolisches Schießen auf ein 180 yards entferntes Ziel, meist durch eine Fahne (das Clout) markiert. 
Compositbogen  Bogen, der aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt wird 
Compoundbogen  Bogen, der nach dem Hebelgesetz Zugerleichterung bringt 
Cresting  Farbige Ringe im hinteren Bereich des Pfeilschafts 
Crowndip  Bemalung des hinteren Pfeilendes 
     
D    
Dacron  Sehnenmaterial 
Dämpfer  Zur Geräuschdämpfung werden Fell-, Woll- oder Gummibüschel in die Bogensehne im Bereich der Nocken eingeflochten. 
Daumenring  Kräftiger Ring, mit dessen Hilfe die Sehne mit dem Daumen gezogen und gelöst wird 
Dechsel  Ein Querbeil, mit quer geschäfteter Klinge zum flachen behauen von Bogenrohlingen.  
Deflex  Biegung des Bogens zum Schützen 
Deflex-Reflex  Bauform beim Langbogen, ungespannt laufen die Wurfarme vom Griff erst zum Schützen hin und krümmen sich dann nach vorne zum Ziel 
Dished Griff  Bogengriff mit einer gleichmäßigen flachen Einbuchtung 
Dominantes Auge  Jenes Auge, das beim Sehen die Führung übernimmt. 
Dynamischer Spine  Durchbiegung des Pfeils beim Abschuss 
     
E    
Einfacher Bogen (Self Bow)  Bogen hergestellt aus einem Stück Holz. Hickory eignet sich hervorragend für die Herstellung einfacher Bögen, insbesondere in Bogenbaukursen.  
Eingespleisst (Footing)  Meist wird am Schaftende ein Stück Holz eingesetzt. Das verbessert die Optik und beeinflusst den Spinewert des Pfeil.  
Einnocken  Den Pfeil auf die Sehne geben. 
Endlossehne  Sehnenbauart, bei der die Sehne aus einem einzigen langen Faden hergestellt wird 
Englischer Langbogen  Großer Langbogen mit D-förmigem Wurfarmquerschnitt, flach am Rücken, rund am Bauch 
Epoxy  Für hochfeste Verklebungen beim Bogenbau wird Epoxydharz-Kleber eingesetzt. Dieser ermöglicht hichfeste und leicht fugenfüllende Verklebungen. Aber Achtung: Er ist sehr ungesund! 
     
F    
Facewalking  Schusstechnik, bei der der Ankerpunkt im Gesicht sich je nach Entfernung immer ändert. 
Facing  Verstärkung auf der dem Schützen zugewandten Seite des Bogens (Bogeninnenseite, Bogenbauch). 
Fade-out  Sanft auslaufender Übergang vom Mittelteil zu den Wurfarmen 
Fast Flight-Sehne  Sehr starkes Material für die Bogensehne, das sich fast nicht mehr dehnt. Verfügt über minimaler Eigendämpfung für einen schnelleren Pfeilflug. Je härter das Sehnenmaterial ist, desto mehr wird der Bogen belastet.  
Fehlschüsse  Diese werden unterteilt in folgende Kategorien: Über, unter und neben dem Ziel.  
Feldschießen  Das Schie0en auf einem Scheibenparcours im Gelände auf unterschiedliche Entfernungen 
Feldspitze  Besondere Spitzenform, die ein zu tiefes Eindringen des Pfeils in das Ziel verhindern soll 
Fenster (Schussfenster)  So bezeichnet man den Ausschnitt im Griffstück des Bogens. Je näher der Pfeil der Bogenmitte ist, desto höher die Treffsicherheit.  
Fiberglas  Ist ein sehr stark belastbares Material aus Glasfaser und Epoxidharzen zur Verstärkung neuzeitlicher Bögen mit großem Wirkungsgrad. Wird als Backing (Bogenrücken) und Facing (Bogenbauch) verwendet. Dies machte die Herstellung von Deflex-Reflexformen sowie kurzen Jagdbögen mit hoher Auszugslänge möglich.  
Fingerschutz  Schützt die Finger der Zughand vor dem Wundwerden, als Tab oder Schießhandschuh 
Finish  Endbehandlung z.B. des Bogens durch Auftragen von Öl, Wachs oder Lack zum Schutz gegen Witterung und für eine frischere Optik.  
Fishtail-Effekt  Hin- und Herbewegung des Pfeils im Flug 
FITA  Bogensportverband mit internationaler Zuständigkeit für das olympische Bogenschießen 
Flachbogen (Flat Bow)  Langbogen mit flachem Wurfarmquerschnitt 
Flämischer Spleiss (Flämische Sehne)  Sehnenbauart, bei der die Sehne aus mehreren (820) Strängen hergestellt. Hierbei werden die Sehnenöhrchen gleich mit eingespleißt. Meist ist das Öhrchen für den unteren Wurfarm kleiner.  
Fliegender Anker  Anstatt am Ankerpunkt inne zu halten erfolgt ziehen, ankern, lösen und nachhalten in einer flüssigen Bewegung.   
Flight shooting  Schießen auf maximal erreichbare Distanz. 
Flot  Traditionelles Werkzeug zum Holzbogenbau, mehrere schabende Klingen sind hintereinander angeordnet 
Flu-Flu  Besonders groß befiederter Pfeil, der im Flug stark abbremst. Für Steilschüsse nach oben und kurze Distanz geeignet. 
Flugbahn (Trajectory)  Je nach Bogenhaltung mehr oder weniger gekrümmte Flugbahn des Pfeils.  
Footing  Im vorderen Drittel des Pfeilschaftes wird ein Hartholz eingespleisst. 
Fps, ft/s  fps = feet per second, Fuß je Sekunde 

Akürzung für die Abschussgeschwindigkeit des Pfeils, direkt nach Verlassen des Bogens.  

Umrechnung: 100 fps sind ca. 110 km/h. 

Früholz  Innerer Teil eines Jahresringes im Holz, das im Frühjahr schnell gewachsen und darum etwas weicher ist 
Furnier  Dünne Streifen aus Holz oder Kunststoff für Verklebungen auf dem Bogenrücken oder –bauch.  
     
G    
Gewundene Befiederung  Federn, die diagonal auf den Schaft geklebt werden 
Grain  Englisches Gewichtsmaß (1 Grain = 0,065 g) 
Griffleder (Packing)  Umwicklung des Bogengriffs, meist aus Leder, Kordel, etc. 

 

Griffstück  Jener Teil des Bogens, wo er gehalten wird. 
     
H    
Hahnen-Feder (Cock-feather)  Mittelfeder, die im eingenockten Zustand nach oben zeigt.  
Handgelenkschutz  Leder oder Stoff zum Schutz des Handgelenks gegen den Aufschlag der Bogensehne.  
Handschock  Rückschlag des Bogens beim Abschuss des Pfeils 
Hanf  Hanf wurde früher zur Sehnenherstellung eingesetzt und eignet sich hervorragend als Backing.  
Hartriegel (lat. Cornus)  Besonders schweres, hartes und zähes Material zur Pfeilherstellung.  
Holmegaard-Bogen  Ältester Bogenfund in Europa aus Ulmenholz. 
Holzbogen  Bogen der nur aus einem Holzstück hergestellt wurde.  
Hornnocke  Insbesondere beim englischen Langbogen sind die Enden der Wurfarme mit aufgesetzten Hornnocken verstärkt.  
Hunter-Runde  Turniermodus, bei dem nur ein Pfeil pro Scheibe geschossen wird. 
     
I    
Inch/Zoll  Übliches Längenmaß im Bogensport (1 Zoll = 2,54 cm) 

Wird mit “ abgekürzt.  

Instinktives Bogenschießen  Auch intuitives Schießen, bei dem gefühlsmäßig, d.h. nicht bewusst und kontrolliert, gezielt wird 
Intuitives Bogenschießen   
     
J    
Jagdbogen  Bogen, der für die Jagd geeignet ist. Er ist meistens etwas kürzer, damit man sich im Gelände besser fortbewegen kann.  
Jahresringe  Wachstumsringe im Holz, die sich jahreszeitlich unterscheiden.  
Jagdspitze  Zwei- oder dreischneidige Spitze für die Bogenjagd 
Judo-Spitze  Spitze mit federnden Krallen, die beim Roving, schießen in der Natur, verwendet werden, da sie nicht besonders tief in Gras eindringen.   
     
K    
Kerbstück  Das Kerbstück wird auch als Nocke bezeichnet.  
Kernholz  Das ist der Holzbereich in der Mitte eines Baumstammes.  
Kill(zone)  Ist der Mittelbereich bei einer Tierscheibe oder eines 3D Tieres, welcher einen Treffer mit höchster Wertung ergibt. 
Kockfeder  Hahnenfeder, oft andersfarbige Feder, die rechtwinklig zum Nockschlitz steht 
Köcher  Behältnis, in dem die Pfeile getragen werden. 
Kompositbogen  Ein traditioneller, aus verschiedenen Materialien zusammen gefügter Bogen 
Kompressionsrisse  Feine Haarrisse im Bereich des Bogenbauches, der Bogeninnenseite. Sie entstehen durch erhöhten Druck.  
Kriechen  Nachlassen im Auszug, Verringerung der Auszugslänge vor dem Abzug, schlechter Schießstil 
Kreuzdominanz  Rechtsschütze mit dominantem linken Auge und umgekehrt 
Kriechen  Nach-vor-Wandern der Zughand vor dem Ablass 
Kyudo  Meditatives Bogenschießen als eine Art von Kunst. 
     
L    
Labestation  Verpflegungsstation bei Turnieren 
Laminatbogen oder auch laminierter Bogen  Ein in mehreren dünnen Schichten verleimter, moderner Bogen. 
Langbogen (Longbow)  Der Langbogen, im englischen Longbow, bei dem die Sehne im gespannten Zustand nicht auf den Wurfarmen aufliegt 
lbs  Englisches Pfund, übliches Gewichsmaß (1lb = 0,453 kg) 
Leitfeder  Die Leitfeder oder auch Hahnenfeder genannt, ist eine meist andersfärbige Feder am Pfeil, welche sich auf der dem Bogen abgewandten Seite befindet. 
Linksgewundene Feder  Feder vom linken Flügel eines Vogels 
Linksschütze  Hält den Bogen in der rechten Hand und zieht mit der linken. 
Lösen  Ablass, Release 

Das Loslassen der Sehne beim Schuss.  

     
M    
Mary Rose  Englisches Schlachtschieff, 1545 gesunken. Darauf befand sich eine große Menge Langbogen in guten Zustand.  
Mediterraner Griff  Griff auf der Sehne mit drei Fingern, einer oberhalb, zwei unterhalb des Pfeils. 
Mittelteil  Bauteil des Bogens, an dem die Wurfarme ansetzen und sich der Griff befindet. 
Mittelwicklung  Verstärkung der Sehne im Mittelteil 
Mittenschnitt  Das Bogenfenster ist so weit ausgeschnitten, dass die Sehne zentrisch hinter dem Pfeil steht. 
     
N    
Nachhalten  Verharren in der Schussposition nach dem Ablass. Im Idealfall dauert dies bis der Pfeil in seinem Ziel einschlägt. So wird einem verwackelten Schuss vorgebeugt.  
Nocke  Kerbe im Pfeil, welche die Sehne aufnimmt. Sie ist entweder direkt in den Schaft eingeritzt oder in einem zusätzlich aufgeklebten Teil aus Kunststoff.  
Nockpunkt  Feste Markierung auf der Sehne, damit der Pfeil immer an der gleichen Stelle eingenockt wird. 
Nock-Taper  Konus am Pfeil zum Aufsetzen der Nocke 
Nockverstärkung  Holzpfeile können im Nockbereich durch das Einsetzen eines härteren Materials verstärkt werden.  
Nockwicklung  Fadenwicklung unterhalb des Nockschlitzes um den Pfeilschaft. Dient zum Verhindern des Aufspaltens des Pfeilschaftes durch die Bogensehne. 
Nullpunkt  Der Punkt, bei dem die Pfeilspitze genau ins Ziel gehalten werden kann 
     
O    
Offener Stand  Fußstellung, bei der das hintere Bein weit nach hinten gestellt wird 
Off the shelf  Schießen mit Pfeilauflage oberhalb des Schussfensters 
On the shelf  Schießen vom Schussfenster 
     
P    
Parabol  Federnform 
Paralleler Stand  Fußstellung, bei der die Verlängerung der Fußspitzen genau Richtung Ziel zeigt. 
Parcours  Gelände, auf dem mehrere Zielscheiben, meist in Tierform, aufgestellt sind. 
Pfeil  Objekt, welches mit einem Bogen geschossen wird.  

Traditionell hergestellte Pfeile bestehen aus einem Holzschaft mit Pfeilspitzen aus Stahl, Messing oder Aluminium. Die Befiederungen weisen einen Abstand von je 120 Grad zueinander auf. Nocken können aufgeklebt oder in den Holzschaft eingearbeitet sein. Die Fadenwicklung am Befiederungsanfang schützt nicht nur die Hand und die Befiederung, sondern sieht auch noch sehr schön aus.  

Pfeilanlage  Anlagefläche am Bogen z.B. im Schussfenster, steht im Winkel von 90 Grad zur Auflagefläche. Bei traditionellen “Blankbögen” dient die Hand als Anlagefläche.  
Pfeilauflage  Auflage für den Pfeil am Bogen 
Plastik-Vanes  Plastikfedern 
Pistolengriff  Bogengriff, der im oberen Teil stärker eingebuchtet ist. 
Pfeilkratzer  Leichter „Schürhaken“ zum Suchen verschossener Pfeile in hohem Gras. 
Pfeilspitze   engl. Arrowhead 

Spitzes Ende des Pfeils 

Die Pfeilspitze kann mit einer Feuersteinspitze ausgeprägt sein oder aus Stahl, Messing oder Aluminium bestehen.  

Pfund (engl. Pound, lbs)  Das engl. Pfund hat ca. 454 Gramm, das Zeichen ist lb 
Point blank / Nullpunkt  Entfernung, bei welcher der Pfeil das Ziel trifft, wenn die Pfeilspitze optisch genau vor dem Ziel steht. 
Popinjay  Vogelschießen, Schießen senkrecht nach oben auf an einem hohen Mast befestigte Ziele 
Pound (Pfund, lbs)  Das engl. Pfund hat ca. 454 Gramm, das Zeichen ist lb 
Pope & Young  Amerikanische Bogenvereinigung; Federnform 
Primitiv-Bogen  Bogen ohne Glasfiber- oder Carbonverstärkung 
Propellerholz  Verdrehter Wuchs der Jahresringe in einem Baumstamm. 

Bogenrohlinge mit Drehwuchs bis max. 20 Grad können gerichtet werden.  

    
R    
Rechtsgewundene Feder  Feder vom rechten Flügel eines Vogels 
Rechtsschütze  Hält den Bogen in der linken Hand und zieht mit der rechten. 
Recurvebogen  Bogen mit geschwungenen oder geknickten Wurfarmen, bei dem die Sehne teilweise die Wurfarme berührt, also erst im Endauszug völlig frei wird. 
Reflex   Bogenform, bei der die Wurfarme zum Ziel hin gekrümmt sind. 
Reiten  Auf- und Abbewegung des Pfeils 
Release (Ablass)  Abzug, Ablass, Lösen 
RH und LH  Abkürzung für rechtshändiges und linkshändiges Bogenschießen.  
Richtholz (Arrow straightener)  Zum Richten von Pfeilschäften. Wurde früher aus Knochen, Holz oder Elfenbein hergestellt. Das Richtholz ist ein mittig gelochtes Hebelstück.  
Rohling  Die aus dem Stave schon grob vorgearbeitete Bogenform 
Rohschafttest  Test eines Pfeils ohne Federn 

Zur Ermittlung des richtigen Spine-Wertes werden Pfeile ohne Befiederungen aus bestimmten Abständen geschossen.  

Rotte  Gruppe, die gemeinsam bei einem Turnier schießt 
Roving (Stump Shooting)  Schießen im Gelände auf natürliche Ziele wie Blätter, Baumstümpfe, etc. 
Rücken (Bogenrücken)  Bogenseite, die in Richtung Ziel zeigt, also vom Bogenschützen weg.  
     
S    
Schabhobel  Der Schabhobel ist ein Werkzeug zum traditionellen Bogenbau. Kann auch mit Mehrfachklingen bestückt sein. Ideal für das Herausarbeiten des Bogenrückens (Spätholzschicht).  
Schaft (Pfeilschaft)  Pfeil ohne Nocke, Spitze und Befiederung 

Rundmaterial mit einem auf den Bogen abgestimmten Durchbiegeverhältnis (Spinewert). Durchmesser des Schaftes, Spinewert, Schaftlänge, Spitze und Befiederung bestimmen die Qualität eines Pfeiles.  

Scheibenauflage  Papier mit Bildern oder Zeichnungen von Tieren 
Schießhandschuh  Fingerschutz mit üblicherweise drei Fingern für Zeige-, Mittel- und Ringfinger der Zughand 
Schnappschießen  Vorzeitiges Lösen des Schusses, bevor der volle Auszug erreicht ist. 
Schussfenster  Ausgeschnittener Teil in der Mitte des Bogens oberhalb des Griffes 
Sehne  Kunststoffschnur, die den Bogen spannt 
Sehnenchecker  T-förmiges Lineal zum Messen der Standhöhe und der Nockpunktposition 
Sehnengalgen, Sehnenbrett  Vorrichtung zum Wickeln einer Bogensehne 
Sehnenohr  Schlinge am Ende der Sehne 
Sehnenwachs  Imprägniermittel, dass die Haltbarkeit der Sehne fördert. 
Sehnenwicklung  Verstärkter Teil der Sehne, wo der Pfeil aufgelegt wird 
Shelf   Kleine, in den Bogen eingeschnittene Pfeilauflage, auf der untere Übergang vom Bogenfenster zum Griff 
Shield  Federnform 
Selfbow  Aus einem einzigen Stück Holz geschnitzter Bogen, ohne Verleimungen etc. 
Selfnocke  Direkt in den Pfeil eingeschnittene Nocke 
Siyahs  Türk. Für die Ohren, die schlanken, steifen Wurfarmenden bei asiatischen Kompositbogen 
Spätholz  Äußerer Teil eines Jahresringes im Holz, das später im Jahr langsamer gewachsen und darum fester ist 
Spannschnur  Hilfsmittel zum Spannen des Bogens, verhindert das Verdrehen der Wurfarme 
Spine (Spine-Wert)  Der Spinewert gibt die Biegesteifigkeit (Druchbiegewert) des Pfeilschafts an. Der Spinewert (lbs) steht im Verhältnis zur Auszugsstärke des Bogens.  
Spine-Tester  Gerät zur Messung der Pfeilsteifigkeit 
Spleißen  Spezielle Technik zum Verbinden von Wurfarmen und Mittelteil, Pfeilschäften ect. Die Klebeverbindung wird in der Regel mit Epoxidharz oder Popellerleim durchgeführt.  
Splintholz  Jahresringe im äußeren Bereich des Baumes. Das Splintholz liegt zwischen Kernholz und Bastschicht.  
Stacking  Starke Zunahme des Zuggewichts im Endbereich des Bogenauszugs.  
Standhöhe (Sehnenstand)  Spannhöhe, Abstand der Sehne zum Griffdruckpunkt, bei aufgespanntem Bogen, zur Kontrolle der richtigen Sehnenlänge 
Standardgriff  Gerader Bogengriff 
Statischer Spine  Die Durchbiegung des Pfeils auf einem Spine-Messgerät 
Stave  Ein Stück Holz, aus dem man einen Bogen bauen kann 
String walking  Schusstechnik, bei der man je nach Entfernung den Pfeil auf der Sehne wandern lässt 
String Follow  Permanent verbleibende Biegung der Wurfarme durch geringe Überlastung eines Holzbogens. Diese wirkt leistungsmindernd.  
Swing-Draw-Methode  In einem Bewegungsablauf durchgeführter Auszug des Bogens. Dabei wird mit ausgestrecktem Arm in einer Aufwärtsbewegung ausgezogen.  
Systemschießen  Im Gegensatz zum instinktiven Schießen ist der Zielvorgang bewusst an Hilfsmitteln (z.B. Pfeilspitze) orientiert 
     
T    
Tab  Meist ein einfaches Stück Leder mit Fingerlöchern zum Schutz der Finger an der Sehne 
Take down  Ein Bogen, der zum Transport in zwei (Langbogen) oder drei (Recurve) Teile zerlegt werden kann 
Taper  Verjüngung, allmähliche Dickenreduzierung der Wurfarme oder des Pfeilschaftes 
Tiller  Biegeprofil des Bogens/der Wurfarme, auch das korrekte Biegeverhältnis des unteren zum oberen Wurfarm 
Tillerbrett  Vorrichtung zum Aufspannen des Bogens zur Überprüfung der Biegeform 
Tips  Wurfarmenden 
Trockenschuss  Lösen der Bogensehne ohne einen Pfeil. 
Tuning  Feinabstimmung des Bogens, der Sehne und der Pfeile auf den Bogenschützen. 
     
U    
Untergriff  Griff auf der Sehne mit drei Fingern unterhalb des Pfeils 
     
V    
Verreißen  Ruckhafte seitliche Bewegung des Bogens beim Abschuss, Schießfehler, der das Treffen verhindert 
Verzeihend  Ein Bogen, der weniger empfindlich auf Fehler des Schützen reagiert, wird “verzeihend” genannt 
Vorschaft  Hartholz, das vorne am Pfeilschaft angesetzt wird, um der Bruchgefahr hinter der Spitze vorzubeugen 
     
W    
Wedeln, Reiten  Das horizontale bzw. vertikale Pendeln des Pfeils im Flug deutet auf falsche Abstimmung von Bogen und Pfeilen hin 
Wirkungsgrad  Gibt an, wie viel Prozent der in den Bogen eingebrachten Energie auf den Pfeil übertragen wird 
Wurfarm  Die sich krümmenden Bauteile des Bogens, an denen die Sehne befestigt ist 
     
Y    
Yard  Ein Yard entspricht ca. 0,91 Meter 
     
Z    
Zielpunkt  Bewusst ausgesuchter Punkt, auf den die Pfeilspitze gerichtet wird 
Zoll (Inch)  Übliches Längenmaß im Bogensport (1 Zoll = 2,54 cm) 
Zuggewicht  Die Kraft, die man braucht, um den Bogen auf seine volle Auszugslänge zu spannen, die Maßeinheit ist pound (lb) 
Zuggewichtskurve  Grafische Darstellung der Zuggewichte auf jedem Zoll des Auszugs, dient der Beurteilung des Bogens 
Zughand  Hand, welche die Sehne hält 
Zwinge  Kern der Jagdspitze 

 

 

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Die Standhöhe

Unter dem Begriff Standhöhe versteht man den Abstand der Sehne zum Bogen (innerster Punkt vom Griff) im aufgespannten Zustand. Um sie zu messen, legt man üblicherweise am tiefsten Punkt im Griff an und misst bis zur Sehne. Wenn der Abstand vom Bogen zur Sehne groß ist, spricht man beispielsweise von einer großen Standhöhe. 

Die Standhöhe ist eine der wichtigsten Grundeinstellungen im Bogensport. Sie beschreibt einen festen Abstand am gespannten Bogen und beeinflusst Schussruhe, Pfeilflug, Lautstärke und Materialbelastung. Wer die Standhöhe versteht und korrekt einstellt, schafft eine stabile Basis für sauberes und konstantes Schießen. Viele Probleme im Bogensport lassen sich auf eine falsch gewählte Standhöhe zurückführen.

Definition der Standhöhe

Unter Standhöhe versteht man den Abstand zwischen der gespannten Bogensehne und dem innersten Punkt des Griffes. Dieser Abstand wird im rechten Winkel zur Sehne gemessen. Der Bogen muss dafür aufgespannt sein. Die Standhöhe ist unabhängig vom persönlichen Auszug des Schützen. Sie ist ein fester Wert, der die Grundcharakteristik des Bogens bestimmt. Eine korrekt eingestellte Standhöhe ist Voraussetzung für kontrolliertes Bogenschießen.

Einfluss der Standhöhe auf das Schussverhalten

Die Standhöhe wirkt auf mehrere Bereiche gleichzeitig. Sie beeinflusst, wie ruhig der Bogen im Abschuss reagiert. Sie bestimmt die Lautstärke des Schusses. Sie wirkt sich auf die Stärke der Vibrationen in der Bogenhand aus. Ist die Standhöhe zu niedrig, bleibt die Sehne länger in Kontakt mit dem Bogen. Das führt zu mehr Geräuschentwicklung und einem unruhigeren Pfeilflug. Gleichzeitig steigt die Belastung für Sehne und Wurfarme. Eine dauerhaft falsche Standhöhe beeinträchtigt Schussqualität und Material.

Folgen einer zu niedrigen Standhöhe

Bei einer zu niedrigen Standhöhe schlägt die Sehne länger am Bogen an. Der Bogen wird lauter. Der Pfeilflug wird instabiler. Die Rückmeldung in der Bogenhand wird härter. Zusätzlich erhöht sich die mechanische Belastung der Bauteile. Eine zu niedrige Standhöhe kann langfristig zu erhöhtem Verschleiß führen.

Folgen einer zu hohen Standhöhe

Ist die Standhöhe zu hoch, verlässt der Pfeil die Sehne früher. Dadurch wird weniger Energie auf den Pfeil übertragen. Die Pfeilgeschwindigkeit sinkt. Der Bogen wirkt ruhig, verliert jedoch an Leistung. Besonders auf größere Entfernungen zeigt sich dieser Effekt deutlich. Eine zu hohe Standhöhe reduziert Effizienz und Reichweite.

Messung der Standhöhe

Gemessen wird die Standhöhe mit einem Bogenmaßstab oder einem speziellen Standhöhenmesser. Der Messpunkt liegt am tiefsten Punkt des Griffes. Der Maßstab wird im rechten Winkel zur Sehne angesetzt. Wichtig ist eine saubere und wiederholbare Messung. Schon kleine Abweichungen können das Ergebnis verfälschen. Die Messung sollte immer unter gleichen Bedingungen erfolgen.

Einstellung der Standhöhe

Die Standhöhe wird über die Sehnenlänge eingestellt. Der Bogen wird dazu entspannt. Durch Eindrehen der Sehne verkürzt sich diese und die Standhöhe steigt. Durch Ausdrehen verlängert sich die Sehne und die Standhöhe sinkt. Änderungen sollten immer in kleinen Schritten erfolgen. Nach jeder Anpassung wird der Bogen einige Male geschossen. Danach wird die Standhöhe erneut überprüft. Geduld und schrittweises Vorgehen führen zum besten Ergebnis.

Richtwerte und Feintuning

Hersteller geben empfohlene Standhöhenbereiche an. Diese Werte dienen als Orientierung. Jeder Bogen reagiert jedoch individuell. Pfeilgewicht, Sehnenmaterial und Schießstil spielen eine Rolle. Die optimale Standhöhe liegt meist dort, wo der Bogen ruhig schießt, leise ist und der Pfeil sauber fliegt. Feintuning ergänzt Herstellerangaben sinnvoll, ersetzt sie aber nicht.

Die Standhöhe aus Sicht eines Bogensportexperten

Die Standhöhe gehört zu den wichtigsten Einstellungen am Bogen. Sie beeinflusst Sicherheit, Haltbarkeit und Schussqualität gleichermaßen. Wer sich mit der Standhöhe beschäftigt und sie bewusst einstellt, verbessert die Leistung seines Bogens und die eigene Technik. Ein gut eingestellter Bogen schießt ruhiger, verzeiht mehr und macht langfristig mehr Freude.

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Reiterbogen

Der Reiterbogen gehört zur kleinsten Form der traditionellen Bögen. Der Grund dafür ist, dass dieser Bogentyp ursprünglich von Bogenschützen auf Pferden geschossen wurde. Diese Disziplin im Bogensport gibt es nach wie vor. 

Der Reiterbogen als besondere Bogenform

Der Reiterbogen gehört zu den leistungsstärksten traditionellen Bogenformen. Er wurde für den Einsatz vom Pferd entwickelt und ist bis heute ein Symbol für Geschwindigkeit und Beweglichkeit. Durch seine kurze Bauweise lässt er sich sehr frei führen. Gleichzeitig verlangt er eine präzise und saubere Schießtechnik. Genau diese Kombination macht den Reiterbogen für viele erfahrene Schützen so attraktiv.

Grundaufbau und Funktionsweise

Ein Reiterbogen ist ein kurzer stark reflexer Bogen ohne Pfeilauflage. Der Pfeil wird direkt über den Handrücken geschossen. Die Wurfarme sind deutlich nach vorne gebogen und speichern auf kurzer Länge viel Energie. Dadurch erreicht der Bogen eine hohe Pfeilgeschwindigkeit trotz kompakter Abmessungen. Diese Effizienz geht mit einer hohen Sensibilität gegenüber Technikfehlern einher.

Seinen Ursprung hat der Reiterbogen bei den Steppenvölkern Asiens und Osteuropas. Mongolen Hunnen und andere Reitervölker nutzten ihn zur Jagd und im Kampf. Der Bogen musste leicht sein und auch aus der Bewegung heraus zuverlässig funktionieren. Historisch wurden Reiterbögen als Kompositbögen aus Holz Horn und Sehnen gefertigt. Moderne Ausführungen bestehen meist aus Holz in Kombination mit Fiberglas oder Carbon. Dadurch sind sie robuster und pflegeleichter.

Schießeigenschaften und Technik

Beim Schießen zeigt der Reiterbogen ein sehr direktes und schnelles Schussverhalten. Ein konstanter Ankerpunkt ist entscheidend. Schon kleine Abweichungen wirken sich deutlich auf das Trefferbild aus. Viele Schützen verwenden den Daumengriff andere den mediterranen Griff. Beide Techniken erfordern stabile Rückenspannung und gutes Körpergefühl. Der Reiterbogen verzeiht keine Unsauberkeiten.

Der Reiterbogen ist für Anfänger nur eingeschränkt geeignet. Die kurze Bauform und der Verzicht auf technische Hilfen stellen hohe Anforderungen. Einsteiger profitieren meist von längeren und ruhigeren Bögen. Fortgeschrittene Schützen finden im Reiterbogen eine anspruchsvolle Weiterentwicklung. Besonders im traditionellen Bogenschießen und im Mounted Archery zeigt er seine Stärken.

Kaufberatung aus Expertensicht

Beim Kauf eines Reiterbogens sind mehrere Punkte entscheidend. Die Auszugslänge muss exakt zum Schützen passen da kaum Reserven vorhanden sind. Das Zuggewicht sollte bewusst moderat gewählt werden. Eine hochwertige Verarbeitung und ein gleichmäßiger Wurfarmverlauf sind essenziell für konstante Leistung und Haltbarkeit. Bei Reiterbögen zahlt sich Qualität besonders schnell aus.

Unsere Meinung

Aus Sicht eines Bogensportexperten ist der Reiterbogen ein hochpräzises Leistungsgerät mit tiefen historischen Wurzeln. Er fordert Konzentration Disziplin und Technik. Wer bereit ist diese Anforderungen anzunehmen wird mit einem intensiven und ehrlichen Schießerlebnis belohnt. Für erfahrene traditionelle Schützen ist der Reiterbogen eine konsequente und anspruchsvolle Wahl.

 

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Produktgruppe Reiterbogen

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Die passenden Reiterbogen-Produkte dazu

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Recurvebogen

Der Recurvebogenoder auch Reflexbogen genannt, hat diesen Namen wegen seiner Form. Am Ende der Wurfarme macht er eine Art Kurve in die Gegenrichtung. 

Der Recurvebogen gehört zu den bekanntesten und vielseitigsten Bogenarten im Bogensport. Er verbindet eine klassische Bogenform mit moderner Technik und wird sowohl von Einsteigern als auch von erfahrenen Schützen geschossen. Charakteristisch sind die nach vorne gebogenen Wurfarmenden, die dem Recurvebogen seinen Namen geben. Diese Bauform sorgt dafür, dass beim Auszug mehr Energie gespeichert wird und sich diese Energie beim Abschuss effizient auf den Pfeil überträgt. Das Ergebnis ist eine höhere Pfeilgeschwindigkeit bei gut kontrollierbarem Schussverhalten.

Aufbau und Funktionsweise des Recurvebogens

Der Aufbau eines Recurvebogens ist klar strukturiert. Die Wurfarme sind so geformt, dass ihre Enden im ungespannten Zustand vom Schützen weg zeigen. Beim Spannen richten sie sich auf und geben beim Lösen zusätzliche Energie frei. Der Griffbereich ist ausgeprägt und ergonomisch gestaltet, was eine stabile Handposition ermöglicht. Dadurch lässt sich der Bogen ruhig halten und gleichmäßig ausziehen. Der Recurvebogen bietet eine gute Balance aus Leistung und Kontrolle.

Einteiliger Recurvebogen und Take Down Recurvebogen

Recurvebögen gibt es in zwei grundlegenden Bauformen. Der einteilige Recurvebogen besteht aus einem durchgehenden Stück und zeichnet sich durch seine einfache und robuste Konstruktion aus. Der Take Down Recurvebogen besteht aus einem Mittelteil und zwei separaten Wurfarmen. Diese Bauweise erlaubt es, die Wurfarme zu wechseln und das Zuggewicht anzupassen. Besonders für Einsteiger ist das ein großer Vorteil, da sich der Bogen an die körperliche Entwicklung und den Trainingsfortschritt anpassen lässt. Der Take Down Recurvebogen wächst mit dem Schützen mit.

Materialien und moderne Bauweise

In der modernen Bogenherstellung kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Häufig bestehen Recurvebögen aus Holzkernen, die mit Glasfaser laminiert sind. Hochwertige Modelle nutzen zusätzlich Carbon, um die Stabilität zu erhöhen und das Schussverhalten weiter zu verbessern. Diese Materialkombination sorgt für Langlebigkeit, gleichmäßige Kraftverteilung und ein ruhiges Abschussverhalten. Materialwahl und Verarbeitung haben direkten Einfluss auf Leistung und Rückmeldung des Bogens.

Schussverhalten und Leistungsmerkmale

Das Schussverhalten des Recurvebogens wird von vielen Schützen als angenehm und ausgewogen beschrieben. Im Vergleich zum Langbogen ist er leistungsstärker und schneller, bleibt dabei aber gut kontrollierbar. Vibrationen lassen sich durch Bauweise und Zubehör effektiv reduzieren. Der Recurvebogen verzeiht kleinere technische Ungenauigkeiten besser als viele rein traditionelle Bogenformen. Das macht ihn besonders geeignet für Techniktraining und konstantes Schießen.

Einsatzbereiche des Recurvebogens

Recurvebögen werden in vielen Bereichen des Bogensports eingesetzt. Sie sind im Freizeitbereich ebenso verbreitet wie im Vereinssport und im Wettkampf. Der olympische Bogensport basiert vollständig auf dem Recurvebogen. Auch im Feldbogen und im 3D Bereich findet er Anwendung. Je nach Disziplin kann der Recurvebogen mit Visier, Stabilisatoren und Klicker geschossen werden oder als Blankbogen ohne Visier. Seine Vielseitigkeit ist einer seiner größten Vorteile.

Der Recurvebogen aus Sicht eines Bogensportexperten

Aus fachlicher Sicht ist der Recurvebogen eine der ausgewogensten Bogenarten überhaupt. Er ermöglicht einen sauberen Einstieg in den Bogensport und bleibt auch für fortgeschrittene Schützen interessant. Durch seine Anpassbarkeit, seine Leistung und sein kontrollierbares Schussverhalten eignet er sich für nahezu alle Leistungsstufen. Wer einen Bogen sucht, der Technik, Präzision und Entwicklung vereint, trifft mit einem Recurvebogen eine sehr gute Wahl.

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Produktgruppe Recurvebogen

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Pflege der Bogensehne

In unserem Ratgeberartikel „Bogensehne“ konntest du dir bereits einen allgemeinen Überblick über dieses Thema verschaffen. Hier möchten wir etwas näher auf die Fragen eingehen weshalb man die Sehne pflegen sollte und wie man das am besten tut. 

Die Bogensehne ist eines der am stärksten beanspruchten Bauteile im Bogensport. Sie überträgt die gesamte gespeicherte Energie auf den Pfeil und ist dabei ständig äußeren Einflüssen ausgesetzt. Schmutz, Feuchtigkeit, Schweiß und Reibung wirken dauerhaft auf das Material ein. Eine regelmäßige Pflege ist daher unverzichtbar. Eine gut gepflegte Bogensehne schießt leiser, hält länger und sorgt für ein gleichmäßiges Schussverhalten.

Warum die Pflege der Bogensehne unverzichtbar ist

Ohne Pflege trocknen die Fasern der Sehne mit der Zeit aus. Staub und feine Schmutzpartikel lagern sich zwischen den Fasern ab und wirken wie feines Schleifpapier. Feuchtigkeit kann in das Material eindringen und die Struktur schwächen. Die Folge sind ausgefranste Stellen, erhöhter Verschleiß und ein deutlich höheres Risiko für einen Sehnenriss. Eine ungepflegte Bogensehne ist ein Sicherheitsrisiko und beeinträchtigt die Leistung des gesamten Bogens.

Vorbereitung und Reinigung der Bogensehne

Vor jeder Pflege sollte die Sehne sauber sein. Grober Schmutz und Staub werden vorsichtig mit den Fingern oder einem trockenen Tuch entfernt. Auch Schweißreste sollten beseitigt werden. Auf chemische Reinigungsmittel sollte verzichtet werden, da sie die Fasern angreifen können. Wasser ist nur sehr sparsam zu verwenden. Eine saubere Sehne nimmt Pflegeprodukte deutlich besser auf und bleibt länger geschmeidig.

Das richtige Wachsen der Bogensehne

Das Wachsen der Bogensehne ist der wichtigste Pflegeschritt. Dafür wird spezielles Sehnenwachs verwendet, das für synthetische Sehnenmaterialien geeignet ist. Das Wachs wird gleichmäßig auf die Sehne aufgetragen und anschließend mit den Fingern oder einem Tuch leicht erwärmt. Durch die Wärme dringt das Wachs in die Fasern ein. Es schützt vor Abrieb, hält Feuchtigkeit fern und verhindert das Aufspleißen einzelner Fäden. Eine gewachste Sehne arbeitet ruhiger und langlebiger.

Wie oft die Bogensehne gepflegt werden sollte

Wie oft eine Bogensehne gewachst werden sollte, hängt von der Nutzung ab. Bei regelmäßigem Training ist ein Pflegeintervall von wenigen Wochen sinnvoll. Nach dem Schießen bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit sollte die Sehne früher behandelt werden. Sichtbar trockene oder matte Stellen sind ein klares Zeichen für Pflegebedarf. Regelmäßige kleine Pflegeschritte sind besser als seltene intensive Behandlungen.

Kontrolle der Bogensehne auf Verschleiß

Neben der Pflege ist die Kontrolle der Sehne besonders wichtig. Die Sehne sollte regelmäßig auf ausgefranste Fasern, beschädigte Stellen und starken Abrieb überprüft werden. Besonders der Bereich des Nockpunktes und die Sehnenösen sind hohen Belastungen ausgesetzt. Werden Schäden frühzeitig erkannt, lässt sich ein Sehnenriss vermeiden. Eine beschädigte Bogensehne sollte rechtzeitig ersetzt werden.

Richtige Lagerung von Bogen und Sehne

Auch die Lagerung spielt eine wichtige Rolle. Der Bogen sollte nicht dauerhaft gespannt bleiben. Die Sehne sollte trocken, kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit schaden den Fasern. Eine sachgerechte Lagerung verlängert die Lebensdauer der Bogensehne erheblich.

Einfluss der Sehnenpflege auf das Schussverhalten

Eine gepflegte Sehne wirkt sich direkt auf das Schussverhalten aus. Die Energieübertragung erfolgt gleichmäßiger. Der Schuss wird leiser. Vibrationen nehmen ab. Das Trefferbild bleibt stabiler. Besonders bei sensiblen Bögen zeigt sich der Unterschied deutlich. Sehnenpflege ist ein aktiver Beitrag zur Schussqualität.

Aus fachlicher Sicht gehört die Pflege der Bogensehne zu den grundlegenden Aufgaben jedes Schützen. Sie schützt Material, erhöht die Sicherheit und sorgt für konstante Leistung. Wer seine Bogensehne regelmäßig reinigt, wachst und kontrolliert, verlängert ihre Lebensdauer deutlich. Eine gepflegte Bogensehne ist die Basis für sicheres, ruhiges und präzises Bogenschießen.

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Leistungsmerkmale eines Recurvebogens

Im Allgemeinen ist die Gesamtlänge des Bogens von großer Bedeutung. Je länger der Bogen ist, desto ruhiger kann man ihn schießen. Zudem ist er auch während des Release stabiler als ein kurzer Bogen. Das liegt vor allem an seiner Masse. 

Die Leistungsfähigkeit eines Recurvebogens entsteht nicht durch einen einzelnen Wert. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel mehrerer baulicher und physikalischer Faktoren. Bogenlänge, Gewicht, Mittelteil, Wurfarme und Griffgeometrie beeinflussen gemeinsam, wie ruhig sich ein Bogen schießen lässt, wie kontrollierbar er ist und wie effizient er Energie auf den Pfeil überträgt. Ein Recurvebogen gilt dann als leistungsstark, wenn er dem Schützen ein stabiles und reproduzierbares Schussgefühl vermittelt.

Die Bedeutung der Bogenlänge

Ein zentrales Leistungsmerkmal ist die Gesamtlänge des Recurvebogens. Längere Bögen verhalten sich im Abschuss in der Regel ruhiger. Durch ihre größere Masse und Hebelwirkung reagieren sie weniger empfindlich auf kleine Bewegungen des Schützen. Das erhöht die Fehlerverzeihung und sorgt für ein gleichmäßigeres Trefferbild. Kürzere Recurvebögen sind kompakter und wendiger, reagieren jedoch direkter auf technische Ungenauigkeiten. Die zur Auszugslänge passende Bogenlänge ist entscheidend für Kontrolle und Konstanz.

Das Mittelteil als stabilisierender Faktor

Das Mittelteil, auch Riser genannt, spielt eine zentrale Rolle für die Stabilität des Bogens. Sein Gewicht beeinflusst die Massenträgheit. Ein schwereres Mittelteil beruhigt den Bogen im Abschuss und reduziert ungewollte Bewegungen. Ein leichteres Mittelteil fühlt sich lebendiger an, verlangt aber eine saubere Technik. Besonders im sportlichen Bereich wird das Gewicht gezielt genutzt, um die Schussruhe zu verbessern. Das Mittelteil ist der stabilisierende Kern des Recurvebogens.

Zusammenspiel von Mittelteil und Wurfarmen

Die Leistung eines Recurvebogens ergibt sich nicht aus Einzelteilen, sondern aus dem Verhältnis zwischen Mittelteil und Wurfarmen. Ein langes Mittelteil mit kürzeren Wurfarmen erzeugt einen stabilen und ruhigen Bogen. Ein kurzes Mittelteil mit langen Wurfarmen sorgt für einen weicheren Auszug und ein anderes Schussgefühl. Keine Kombination ist grundsätzlich besser. Entscheidend ist, wie harmonisch sich der Bogen ziehen und lösen lässt. Balance ist wichtiger als Extreme.

Länge und Charakteristik der Wurfarme

Auch die Länge und Charakteristik der Wurfarme beeinflussen die Leistungsmerkmale deutlich. Lange Wurfarme bauen das Zuggewicht gleichmäßiger auf und fühlen sich weich im Auszug an. Kurze Wurfarme entwickeln schneller Zuggewicht und reagieren direkter. Das wirkt sich auf Komfort, Kontrolle und Belastung aus. Der passende Wurfarm unterstützt einen sauberen Auszug und einen kontrollierten Abschuss. Ein guter Wurfarm arbeitet mit dem Schützen, nicht gegen ihn.

Griffgeometrie und Wiederholgenauigkeit

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Griffgeometrie. Die Form des Griffstücks beeinflusst, wie reproduzierbar der Bogen in der Hand liegt. Eine leicht nach vorne geneigte Geometrie fördert Stabilität im Abschuss. Neutralere Formen können Geschwindigkeit begünstigen. Entscheidend ist, dass der Griff eine gleichbleibende Handposition ermöglicht. Wiederholgenauigkeit beginnt im Griff.

Gewicht und Massenträgheit des Recurvebogens

Das Gesamtgewicht des Recurvebogens beeinflusst direkt die Schussruhe. Mehr Masse dämpft Vibrationen und stabilisiert den Abschuss. Weniger Gewicht macht den Bogen beweglicher, aber auch anspruchsvoller. Leistung bedeutet hier nicht Leichtigkeit, sondern Kontrolle. Besonders im Wettkampfsport wird Gewicht gezielt eingesetzt, um das Zielverhalten zu beruhigen. Gewicht ist ein Werkzeug, kein Nachteil.

Leistung ist mehr als Pfeilgeschwindigkeit

Ein häufiger Irrtum ist die Gleichsetzung von Leistung mit Pfeilgeschwindigkeit. Ein schneller Recurvebogen ist nicht automatisch der bessere Bogen. Ein kontrollierbarer, ruhiger Bogen mit sauberem Trefferbild ist im praktischen Schießen deutlich leistungsfähiger. Leistung zeigt sich in Konstanz, nicht in Maximalwerten.

Was meint ein Bogensportexperte

Aus fachlicher Sicht entstehen die Leistungsmerkmale eines Recurvebogens aus der Harmonie aller Komponenten. Länge, Mittelteil, Wurfarme, Gewicht und Griff müssen zusammenpassen und zum Schützen passen. Der beste Recurvebogen ist nicht der technisch extremste, sondern der, der Vertrauen schafft und sich ruhig schießen lässt. Harmonie schlägt jede einzelne Kennzahl.

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Legends of Archery

Die Entwicklung des Bogensports wurde über viele Jahre von den unterschiedlichsten Personen beeinflusst. Es gibt ganze Bücher, welche mit Informationen über diese Legenden gefüllt sind. Hier erhältst du einen kleinen Überblick. 

Der Bogensport ist weit mehr als Technik, Material und sportliche Leistung. Seit Jahrtausenden begleitet der Bogen die Menschheit und hat dabei einen festen Platz in Geschichten, Mythen und historischen Überlieferungen eingenommen. Legendäre Bogenschützen prägen bis heute das Bild dieses Sports. Sie stehen für Präzision, innere Ruhe, Konzentration und mentale Stärke. Ihre Geschichten wirken über Generationen hinweg und inspirieren Menschen bis heute, selbst zum Bogen zu greifen.

Der Bogen als Werkzeug und kulturelles Symbol

In vielen Kulturen war der Bogen eines der wichtigsten Werkzeuge überhaupt. Er diente der Jagd, der Verteidigung und dem Überleben. Gleichzeitig entwickelte er sich zu einem kulturellen Symbol. Der Bogenschütze galt als jemand, der Körper und Geist beherrscht und seine Kraft kontrolliert einsetzt. Diese Bedeutung reicht weit über den praktischen Nutzen hinaus. Der Bogen wurde zum Sinnbild für Disziplin und Selbstkontrolle, Eigenschaften, die auch im modernen Bogensport zentral sind.

Historische Bogenschützen und ihre Bedeutung

Ein Teil der Legenden basiert auf historischen Persönlichkeiten. Figuren wie Wilhelm Tell stehen für Freiheit und Mut. Auch reale Kriegerkulturen wie die englischen Langbogenschützen oder asiatische Reitervölker nutzten den Bogen auf höchstem Niveau. Ihre Fähigkeiten entstanden nicht durch Übernatürliches, sondern durch jahrelanges Training, Erfahrung und konsequente Technik. Geschichte zeigt, was mit dem Bogen durch Können und Übung möglich ist.

Mythische und sagenhafte Bogenschützen

Daneben existieren mythische und sagenhafte Bogenschützen, deren Geschichten bewusst überhöht erzählt werden. Robin Hood ist eines der bekanntesten Beispiele. Er verkörpert Gerechtigkeit, Treffsicherheit und den gezielten Einsatz des Bogens für eine höhere Idee. Auch wenn viele Details seiner Geschichte nicht belegbar sind, spiegeln sie reale Werte wider. Der Mythos verstärkt die emotionale Kraft des Bogenschießens und macht es für viele Menschen greifbar.

Bogenschützen in moderner Literatur und Popkultur

Auch in moderner Literatur und Popkultur spielen Bogenschützen eine wichtige Rolle. Fantasiefiguren wie Legolas haben das Bild des Bogenschützen weltweit geprägt. Diese Darstellungen verbinden alte Motive mit moderner Erzählweise. Der Bogen erscheint als elegante, leise und präzise Waffe. Für viele heutige Bogensportler sind solche Figuren der erste Berührungspunkt mit dem Thema. Popkultur hält die Faszination des Bogens lebendig.

Warum Legenden für den heutigen Bogensport wichtig sind

Legenden erfüllen im heutigen Bogensport eine besondere Funktion. Sie liefern keine technischen Anleitungen und ersetzen kein Training. Sie vermitteln Haltung. Geduld, Konzentration und Respekt vor dem Werkzeug stehen im Mittelpunkt. Viele Schützen finden über diese Geschichten ihren Zugang zum Sport. Legenden schaffen Identifikation und Motivation, auch dann, wenn der Trainingsalltag fordernd ist.

Inspiration statt Technik

Im Gegensatz zu technischen Ratgebern geht es bei diesem Thema nicht um Zuggewicht, Standhöhe oder Pfeilmaterial. Es geht um Inspiration und um das Gefühl, Teil einer langen Tradition zu sein. Der Bogensport verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise. Jeder Schuss steht symbolisch in einer Linie mit Jahrtausenden von Erfahrung.

Aus Sicht eines Bogensportexperten

Aus Sicht eines Bogensportexperten sind legendäre Bogenschützen ein fester Bestandteil der Identität dieses Sports. Sie stehen für Werte, die heute genauso gelten wie früher. Präzision entsteht aus Ruhe. Treffsicherheit aus Wiederholung. Stärke aus Kontrolle. Wer Bogenschießen wirklich versteht, erkennt sich in diesen Legenden wieder, unabhängig davon, ob sie historisch belegt oder mythisch überhöht sind.

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Die Geschichte des Reflexbogens

Die Geschichte dieses Bogentyps ist über tausend Jahre alt. In der Weltgeschichte sind die bekanntesten Reflex-, oder auch Recurvebögen genannt, die kurzen Bögen des Fernen Ostens. Ein paar indianische Stämme Nordamerikas bauten ebenfalls sehnenbelegte kurze Recurvebögen aus Holz. 

Jahrhundertelang wurden Rohhaut, Horn und Sehnen zur Verbesserung von Leistung und Langlebigkeit für den Bogenbau benutzt. Heutzutage wird dafür eher Glasfaser oder Carbon verwendet. 

Die Recurvebögen aus Korea, Indien und China sind gut dokumentiert. Zudem gibt es heute noch gut erhaltene Exemplare zu Studienzwecken.

In den 60er Jahren war der kurze Jagdrecurve sehr beliebt, er wurde dann aber vom Compoundbogen und längeren, teilbaren Recurves, wie sie heute beim Scheibenschießen benutzt werden, ersetzt. 

Den Recurvebogen gibt es in zwei Varianten: 

  • mit „arbeitenden“ Recurves, die sich beim Auszug weit durchstrecken 
  • mit „statischen“ Recurves, die während des ganzen Auszugs steif bleiben 

Die Raffinesse dieses Bogentyps besteht darin, dass der Winkel zwischen Sehne und Wurfarm verkleinert wird, dies bewirkt eine Verbesserung des Hebels. Somit wird auch das Stacking, welches bei kurzen Bögen oft vorkommt, verringert. 

Im Vergleich zu gleichstarken langen Bögen, sind kurze in der Regel schneller. Das liegt daran, dass die Wurfarme auf Grund der geringeren Masse schneller arbeiten. 

Eine Vielzahl industriell gefertigte Bogen dieser Kategorie sind sogenannte statische Recurves. Der türkische Recurve mit charakteristisch versteiften „Ohren“ am Ende der Wurfarme, ist beispielsweise als solcher in der Bogenwelt bekannt. Diese historische Bauart ist heute im Westen populär. Hier wird meist eine Glasfaserausführung benutzt, da die eigentliche Herstellung mit Horn und Sehnen nicht nur viel Geschick und Zeit des Bogner benötigt, sondern auch ausreichend Pflege vom Schützen, um die speziellen Eigenschaften des Bogens zu erhalten. 

Wenn du noch Fragen zum Recurvebogen hast, oder gerne herausfinden möchtest ob dieser Bogen zu dir passt, kannst du dich gerne an unser geschultes Team von Bogensport-Bogenbau Kaufmann wenden.  

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