Archer’s Paradox
Taucht man in die Welt des Bogensports ein, wird man früher oder später mit dem Begriff „Archer’s Paradox“ konfrontiert. Doch was bedeutet das genau und worum handelt es sich dabei? Kurz gesagt benennt das Archer’s Paradox die Tatsache, dass der Pfeil beim Abschuss seitlich abgelenkt wird, aber dennoch geradewegs zum Ziel fliegt.
Genauer betrachtet tritt dieses Phänomen nur bei Bögen ohne Center-Shot auf. Das sind Bögen, bei denen der Pfeil nicht in der vertikalen Mitte des Bogens liegt. Dies trifft auf alle Langbögen und einen Großteil der Recurvebögen zu. Umso weiter der Pfeil von der vertikalen Mitte des Bogens entfernt liegt, desto stärker ist das Phänomen des Archer’s Paradox ausgeprägt.
Beim Release (Loslassen der Sehne) wirken den Pfeil verschiedene Kräfte ein. Die Größte davon ist die Beschleunigung durch die Sehne in Richtung der Mittelachse des Bogens. Durch diese Kraft am hinteren Ende des Pfeils und der Masseträgheit der Spitze, wird die Mitte des Pfeils in Richtung des Bogens gebogen. Die Sehne und Pfeilnocke machen dabei eine S-förmige Bewegung nach in Richtung des Bogens. Dabei wird die Pfeilnocke zuerst zum Schützen hin und aus der vorhergesagten Flugbahn herausbewegt. So kommt der Pfeil, ohne den Bogen zu berühren, vorbei und behält gleichzeitig seine im Vollauszug angepeilte Flugrichtung bei.
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In der Praxis
Sind jetzt die Komponenten Bogen, Pfeil und Schütze perfekt aufeinander abgestimmt, erhält der Pfeil im Moment des Abschusses die richtige Schwingung, um am Bogen vorbei zu gleiten und sein anvisiertes Ziel zu erreichen. Durch die feine Abstimmung dieser drei Komponenten, vor allem dem Pfeil, wird das Paradoxon erfüllt.
















