Reiterbogen

Der Reiterbogen gehört zur kleinsten Form der traditionellen Bögen. Der Grund dafür ist, dass dieser Bogentyp ursprünglich von Bogenschützen auf Pferden geschossen wurde. Diese Disziplin im Bogensport gibt es nach wie vor. 

Der Reiterbogen als besondere Bogenform

Der Reiterbogen gehört zu den leistungsstärksten traditionellen Bogenformen. Er wurde für den Einsatz vom Pferd entwickelt und ist bis heute ein Symbol für Geschwindigkeit und Beweglichkeit. Durch seine kurze Bauweise lässt er sich sehr frei führen. Gleichzeitig verlangt er eine präzise und saubere Schießtechnik. Genau diese Kombination macht den Reiterbogen für viele erfahrene Schützen so attraktiv.

Grundaufbau und Funktionsweise

Ein Reiterbogen ist ein kurzer stark reflexer Bogen ohne Pfeilauflage. Der Pfeil wird direkt über den Handrücken geschossen. Die Wurfarme sind deutlich nach vorne gebogen und speichern auf kurzer Länge viel Energie. Dadurch erreicht der Bogen eine hohe Pfeilgeschwindigkeit trotz kompakter Abmessungen. Diese Effizienz geht mit einer hohen Sensibilität gegenüber Technikfehlern einher.

Seinen Ursprung hat der Reiterbogen bei den Steppenvölkern Asiens und Osteuropas. Mongolen Hunnen und andere Reitervölker nutzten ihn zur Jagd und im Kampf. Der Bogen musste leicht sein und auch aus der Bewegung heraus zuverlässig funktionieren. Historisch wurden Reiterbögen als Kompositbögen aus Holz Horn und Sehnen gefertigt. Moderne Ausführungen bestehen meist aus Holz in Kombination mit Fiberglas oder Carbon. Dadurch sind sie robuster und pflegeleichter.

Schießeigenschaften und Technik

Beim Schießen zeigt der Reiterbogen ein sehr direktes und schnelles Schussverhalten. Ein konstanter Ankerpunkt ist entscheidend. Schon kleine Abweichungen wirken sich deutlich auf das Trefferbild aus. Viele Schützen verwenden den Daumengriff andere den mediterranen Griff. Beide Techniken erfordern stabile Rückenspannung und gutes Körpergefühl. Der Reiterbogen verzeiht keine Unsauberkeiten.

Der Reiterbogen ist für Anfänger nur eingeschränkt geeignet. Die kurze Bauform und der Verzicht auf technische Hilfen stellen hohe Anforderungen. Einsteiger profitieren meist von längeren und ruhigeren Bögen. Fortgeschrittene Schützen finden im Reiterbogen eine anspruchsvolle Weiterentwicklung. Besonders im traditionellen Bogenschießen und im Mounted Archery zeigt er seine Stärken.

Kaufberatung aus Expertensicht

Beim Kauf eines Reiterbogens sind mehrere Punkte entscheidend. Die Auszugslänge muss exakt zum Schützen passen da kaum Reserven vorhanden sind. Das Zuggewicht sollte bewusst moderat gewählt werden. Eine hochwertige Verarbeitung und ein gleichmäßiger Wurfarmverlauf sind essenziell für konstante Leistung und Haltbarkeit. Bei Reiterbögen zahlt sich Qualität besonders schnell aus.

Unsere Meinung

Aus Sicht eines Bogensportexperten ist der Reiterbogen ein hochpräzises Leistungsgerät mit tiefen historischen Wurzeln. Er fordert Konzentration Disziplin und Technik. Wer bereit ist diese Anforderungen anzunehmen wird mit einem intensiven und ehrlichen Schießerlebnis belohnt. Für erfahrene traditionelle Schützen ist der Reiterbogen eine konsequente und anspruchsvolle Wahl.

 

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