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Abgreifen

Der Begriff „Abgreifen“ bezeichnet eine Technik der Systemschützen, bei welcher die Fingerposition auf der Sehne höhenvariabel ist.

Diese Technik wird auch „string walking“ genannt.

Typisch für „Stringwalker“ ist, dass die Zughand unterhalb des Nockpunkts der Sehne liegt. Je tiefer die drei Zugfinger an der Sehne liegen, desto höher steht das Pfeilende und desto tiefer (kürzer) schießt man. Je näher die Zughand an das Pfeilende (Nockpunkt) reicht, desto tiefer liegt der Pfeil hinten und man schießt höher (=weiter). Jeder Schütze wählt je Schieß-Distanz seine Distanz zwischen Tab-Oberkante und Nockpunkt, was er durch Herunterrutschen des Tabs erreicht. Mit dem Daumennagel vor einer bestimmten Stelle des Tabs an die Sehne gedrückt, lässt sich diese Distanz messen und dann ausschießen, also empirisch ermitteln, wie weit der Tab vom Nockpunkt an die Sehne gestellt wird, um zu treffen.

Zur Beachtung: Das Anbringen von Marken an der Sehne ist vor dem Turnier strikt verboten. Während eines Turniers ist es erlaubt sich eine Distanz auf der Sehne mit einem Fingernageleindruck auf der Sehnen-Mittelwicklung einzuprägen. Professionelle Schützen haben diesen Abstand längst mental zur Verfügung. Das Verbot von Markierungen im Blankbogen-Tab[4] wurde 2008 in den WA-Regeln (zum damaligen Zeitpunkt noch FITA-Regeln) aufgehoben.

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